Samstag 16. Februar 2019

"Abbild Vielfalt der Kirche in Österreich"

 

Österreich-Teil des neuen Gesang- und Gebetbuches bildet große Vielfalt an lokalen Besonderheiten ab

 

Die katholische Kirche in Österreich ist nicht monolithisch, sondern von großer kultureller und auch sprachlicher Vielfalt geprägt. Dieser Tatsache trägt auch das neue Gotteslob Rechnung, das ab Adventbeginn in den österreichischen Pfarren das bis dahin geltende "alte" Gotteslob ablösen soll. Der gemeinsame Österreich-Teil, der die alten Diözesan-Teile und Ergänzungshefte ablösen wird, folgt auf den in allen beteiligten 38 Diözesen im deutschen Sprachraum gleichen "Stamm-Teil".

 

Dieser gemeinsame Österreich-Teil enthält etwa je ein Marienlied in slowenischer, kroatischer und ungarischer Sprache, das Lied zum Mitteleuropäischen Katholikentag in slowenischer, ungarischer, burgenländisch-kroatischer, tschechischer, polnischer und slowakischer Sprache, sowie die Übersetzung des wohl weltweit bekanntesten Liedes in deutscher Sprache "Stille Nacht" auch in Slowenisch, Burgenländisch-kroatisch, Ungarisch und Romanes. Zur Buntheit trägt auch die dezidiert ökumenische Ausrichtung bei: So ist etwa die Hälfte der rund 450 Lieder in einer gemeinsamen ökumenischen Fassung aufgenommen worden, enthalten sind außerdem zahlreiche Gesänge aus der Ostkirche.

 

Freilich seien auch regionalen Besonderheiten berücksichtigt worden, so der Österreich-Koordinator für das Projekt "neues Gotteslob", der Leiter des Salzburger Kirchenmusikreferats, Armin Kircher. So wurden etwa einzelne Lieder in ihrer Melodieführung in mehreren Varianten aufgenommen - z.B. der beliebte Oster-Gesang "Der Heiland ist erstanden" in vier verschiedenen Fassungen, ebenso das Lied "Tauet Himmel den Gerechten". Liturgisch bedeutsam sei das Gotteslob in seiner Eigenschaft als "Rollenbuch für die Gemeinden", so Kircher. Damit sei das neue Gotteslob mit Blick auf die Mitfeiernden letztlich "die Buch gewordene Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils". Gebete, Andachten und Texte sollen das Gotteslob mehr als bisher im persönlichen Glaubensleben und in der Hauskirche verankern.

 

Die Zusammenführung habe nicht nur organisatorische Vorteile, räumen die Verantwortlichen ein. Vielmehr werde so in einem Teil die ganze Vielfalt der katholischen Kirche in Österreich abgebildet, so etwa der Liturgiereferent der Erzdiözese Wien, Martin Sindelar im "Kathpress"-Gespräch: "Das neue Gotteslob stiftet somit Identität - aber eben nicht in Uniformität, sondern in der ganzen Buntheit, die die Kirche in Österreich in besonderer Form auszeichnet".

 

Weiters verwies Sindelar auf den neuen Gesamtaufbau: So beginne das neue Gotteslob nicht etwa mit der Eucharistie als der Mitte des christlichen Glaubens, sondern mit dem Gebet und der Bibel. Daraus spreche eine wichtige didaktische Grundentscheidung: Das neue Gotteslob wolle so "die Suchenden an die Hand nehmen und sie durch Gebet und Schrift auf dem Weg zur Liturgie als Zentrum begleiten".

 

Quelle: Kathpress

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