Freitag 17. November 2017

Grundlinien für die Erarbeitung des Gemeinsamen Gebet- und Gesangbuches

 

Grundsätze

 

a. Das GGB soll ein Gebet- und Gesangbuch für alle deutsch-sprachigen katholischen Christen als Liturgiebuch sein, das zugleich als Hausbuch dient. Das GGB soll zur lebendigen Mitfeier der Gottesdienste befähigen und zu einem vertieften geistlichen Leben führen. Einzelne wie auch Gruppen sollen angesprochen werden.

 

b. Das GGB ist Ausdruck des Glaubens der Kirche und berücksichtigt die unterschiedlichen Glaubens- und Lebenserfahrungen der heutigen Menschen in ihrer Religiosität, Spiritualität und Glaubenssuche. Das GGB soll den unterschiedlichen Bedürfnissen al

ler Lebensalter in Gebeten und Gesängen, Texten und Gestaltung Rechnung tragen.

 

c. Das GGB soll gemeinsame Formen des Betens und Singens aller Christen enthalten und Mehrsprachigkeit berücksichtigen.

 

 

Inhaltliche Ansprüche

 

a. Gottesdienstliche Feiern

 

(1) Das GGB ist "Gottesdienstbuch" der Gemeinde für die Feier der Eucharistie und alle anderen Gottesdienstformen.

 

(2) Das GGB soll außerdem eine Hilfe bei der Feier auch solcher Gottesdienste sein, die von Laien geleitet werden.

 

(3) Das GGB soll liturgische Feiern, Elemente und Zeiten in geeigneter Weise erschließen.

 

b. Glaubensverkündigung

 

Das GGB soll die Grundtexte christlichen Glaubens enthalten und zentrale Glaubens-inhalte erschließen.

 

c. Leben aus dem Glauben

 

Das GGB soll als Hausbuch Christen in ihren persönlichen Lebenssituationen Anregungen und Impulse für ein Leben und Handeln aus dem Glauben bieten.

 

 

Kriterien

 

a. Allgemeine Kriterien

 

(1) Das GGB soll ein breites Spektrum an Gesängen und Texten aus allen Epochen und Stilen beinhalten, wobei die zeitgenössischen angemessen zu berücksichtigen sind.

 

(2) Die Gesänge und Texte des GGB sollen die unterschiedlichen Lebenssituationen erfassen und die Breite biblischen Bekennens enthalten.

 

(3) Bei der Auswahl von Liedern und Texten sind die Ergebnisse des ökumenischen Dialoges, vor allem die der AÖL, zu beachten. Weiterhin sind die Auswertungen der Akzeptanzerhebung zum Gotteslob zu berücksichtigen und angemessene inhalt

liche, sprachliche, musikalische und funktionale Kriterien zu erarbeiten.

 

(4) Das GGB soll die Lebenswirklichkeiten und Lebensformen von Kindern und Jugendlichen ausreichend berücksichtigen.

 

(5) Mit dem Erscheinen des GGB soll zeitnah eine Veröffentlichung von Kantorenbuch, Orgelbuch und weiteren Begleitmaterialien zum GGB erfolgen.

 

b. Formale Kriterien

 

(1) Das GGB soll neben einem "Stammteil" einen "Eigenteil der Diözesen" erhalten. Gemeinsame Eigenteile mehrerer Diözesen sind zu fördern.

 

(2) Dem GGB sind die revidierten Fassungen der liturgischen Bücher und der Bibelübersetzung zugrunde zulegen.

 

(3) Bei der Erstellung des GGB ist auf eine stimmige inhaltliche Gliederung Wert zu legen.

 

(4) Dem GGB sollen zur Erschließung ausführliche Register angefügt werden.

 

(5) Das GGB soll den Kriterien künstlerischer Gestaltung liturgischer Bücher entsprechen.

 

(6) Während des gesamten Erstellungsprozesses soll über die benannten Ansprechpersonen Kontakt zu allen deutschsprachigen Diözesen gehalten werden.

 

 

 

Ein Wort zuvor...

Wortlaut des Vorworts der österreichischen Bischöfe zum neuen Gotteslob

» mehr

"Wunschlieder"

Zum Erstellen der Auswahl der Lieder im neuen "Gotteslob" wurde erhoben, welche Lieder im bisherigen "Gotteslob"  am meisten vermisst wurden - alte und neue.

» mehr

Österreichisches Liturgisches Institut
Erzabtei St. Peter

Postfach 113
A - 5010 Salzburg
©2017 Liturgisches Institut / Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.gotteslob.at/