Freitag 17. November 2017

„In diesem Buch liegt ein Schatz, der darauf wartet gehoben zu werden“

Die Singende Kirche, die Quartalsschrift der Österreichischen Kirchenmusikkommission, veröffentlicht laufend Beiträge zum neunen "Gotteslob".

Hier ein Wegweiser durch das Gotteslob-Österreich.

 

In den allermeisten Pfarrgemeinden und Ordensgemeinschaften Österreichs ist das „neue Gotteslob“ eingeführt – und im zweifachen Sinn des Wortes „gut angekommen“. Das Buch liegt gut in der Hand; das Äußere, Grafik, Layout und Lesbarkeit gefallen; erste Erkundungen beruhigten: Auch wenn die Österreich-Ausgabe den maximal möglichen Seitenumfang ausschöpft, ist die Nummerierung mit „999“[1] dreistellig geblieben; es sind also keine neuen Liedanzeiger erforderlich! Schubert- und Haydn-Messe haben zwar neue Nummern bekommen, sind aber – teilweise sogar angereichert – weiter enthalten. Auch die Lieder von Huub Oosterhuis haben die Aufnahme ins Repertoire geschafft.

Freilich, bei einem Großprojekt wie dem „Gotteslob“ kann die Freude nicht gänzlich ungetrübt sein: Vor allem die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in den Pfarren kritisieren das Fehlen der „praktischen“ Messliedreihen; einzelne Personen und Gruppen oder Pfarrgemeinden vermissen „Lieblingslieder“ oder örtlich gut „eingebetete“ Andachten; und in der Verwendung beim Gottesdienst gibt es die eine oder andere unliebsame Überraschung: etwa eine andere Strophenfolge bei „Stille Nacht“ oder ein vermeintlich vertrauter Kehrvers, der jetzt nur mehr in einer ungewohnten Melodie zu finden ist.

Dennoch. Trotz solcher Wermutstropfen äußern sich viele Gläubige dankbar bis begeistert über den „Schatz“, der ihnen mit dem neuen Gebet- und Gesangbuch an die Hand gegeben wird. Der Schatz will jedoch gehoben werden, wie Bischof Friedhelm Hofmann es formulierte[2]. Wo aber sind welche Schätze zu finden?

 

Navigationshilfen für die Schatzsuche

Wer sich auf die Suche nach den „Schätzen“ im neuen Gebet- und Gesangbuch macht, findet im Buch selbst Orientierungshilfen. Eine gezielte Suche ermöglicht das Register am Ende des Buches[3] mit dem Alphabetischen Verzeichnis der Gesänge sowie Verzeichnissen biblischer Gesänge (Psalmen, Psalmlieder und Cantica aus dem Alten und dem Neuen Testament) und biblischer Texte im Gotteslob.[4]

Eine fokussierte Recherche engt freilich den Blickwinkel ein und lässt im Wesentlich nur finden, was gesucht wird. Für das Zurecht-Finden im Buch hilfreicher ist ein Blick auf die Schatzkarte als ganzer, auf die „Geographie“ des Buches, wie sie das Inhaltsverzeichnis zu erkennen gibt: Formal umfasst das Gotteslob-Österreich wie schon sein Vorgänger einen Stammteil und einen „Eigenteil der (Erz-)Diözesen Österreichs“. Der Stammteil ist – wie schon beim Vorgängerbuch – allen 38 beteiligten Diözesen von Hamburg bis Salurn und von Freiburg bis Eisenstadt gemeinsam und reicht bis Nr. 684. Im Inhaltsverzeichnis wird der Stammteil nicht explizit durch eine Überschrift ausgewiesen. Der „Eigenteil der (Erz-)Diözesen Österreichs“, der nunmehr alle „Diözesananhänge“ und alle diözesanen „Ergänzungshefte“ ersetzt,[5] „enthält jene regionalen Besonderheiten, welche für die Feier der Liturgie zwischen Neusiedlersee und  Bodensee bedeutsam“ und „Ausdruck der spirituellen wie kulturellen Identität unseres Landes“[6] sind. Der Eigenteil beginnt mit Nr. 700, unmittelbar nach dem vollfarbigen Bild der Mariazeller Madonna, das auf etwas festerem Hochglanzpapier gedruckt ist und auf diese Weise beim Durchblättern erspürt werden kann.[7]

 

Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt: Stammteil und Österreich-Eigenteil sind streng parallel in drei Hauptabschnitte gegliedert: Abschnitt I. „Geistliche Impulse für das tägliche Leben“ (GL 1–29 u. 700–704) ist der Teil, der das Gotteslob zum Gebetbuch macht. Abschnitt II. „Psalmen, Gesänge und Litaneien“ (GL 30–569 u. 705–977) macht das Buch – etwas vereinfacht ausgedrückt – zum Gesangbuch; er bildet außerdem zusammen mit Abschnitt III. „Gottesdienstliche Feiern“ (GL 570–684 u. 978–999) das Rollenbuch der Gemeinde beim gottesdienstlichen Feiern in der Vielfalt seiner Formen. Das bedeutet: Wer etwa Gesänge für bestimmte Anlässe oder Gottesdienstelemente sucht, kann sowohl im Stammteil als auch im Eigenteil fündig werden.

Eine Unterstützung beim „Navigieren“ im Buch sind die roten Zwischenblätter. Sie zeigen schon im Buchschnitt leicht erkennbar die größeren Gliederungseinheiten an und vermitteln die Inhaltsübersichten der jeweiligen (Unter-)Abschnitte. Orientierung geben auch Farbigkeit (Rot, Grau), Schriftgröße und Schriftauszeichnung (Versalien, Kapitälchen) der Überschriften sowie der Schriftschnitt bei den Texten: Graue kursive Texte geben Anweisungen für den Vollzug von Feiern; Texte in grauer Normalschrift erschließen die geistliche Bedeutung von liturgischen Zeiten, Sakramenten und gottesdienstlichen Elementen.

 

„Gebetsschatz“ – das Gotteslob als Gebetbuch und Hausbuch

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat sich die Kirche wieder neu darauf besonnen, dass gottesdienstliches Feiern nicht zuerst eine „(Vor-)Leistung des Menschen“ ist, damit Gott sich als gnädig erweist, sondern dass vielmehr zuerst Gott sich dem Menschen zuwendet – von Anfang der Schöpfung an und über die Heils-Geschichte mit seinem Volk, unüberbietbar in seinem fleischgewordenen Wort, Jesus Christus, bis herauf in unsere Tage. Ganz in diesem Sinn  beginnt die Einführung in den Gebetsteil des Gotteslob mit den Worten: „Gott macht den Anfang“ und „die Initiative zum Beten liegt bei Gott“ (GL 2,2). Dem entspricht, dass die Geistlichen Impulse für das tägliche Leben[8] eröffnet werden mit dem Hören auf Gottes Wort: Eine kleine Bibelschule führt ein in die Bedeutung des  Wortes Gottes und gibt Anregungen für die Persönliche Schriftlesung wie für das Bibellesen in Gemeinschaft, das sich an Formen des Bibelteilens orientiert (vgl. GL 1,4). Die weiteren Abschnitte in diesem ersten Hauptteil laden ein in eine „Schule des Betens“[9] (vgl. Im Gebet antworten, GL 2–22), geben Impulse für das Feiern in der Familie (GL 23–28) und für die Glaubenspraxis[10] (Den Glauben leben, GL 29).

Der Gebetsteil selbst will Hilfe geben, Gott im Gebet zu antworten: durch „Grundgebete und Glaubenstexte“ sowie durch Beispielgebete von Lehrern und Lehrerinnen in der Schule des Betens, Menschen aus allen Zeiten der Kirche – große Heilige mit bekannten Namen wie Augustinus oder Theresa von Avila, aber auch Menschen unserer Zeit: Familien, Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder aus verschiedenen Kontinenten und Ländern. Die Beispiel-Gebete berücksichtigen „die unterschiedlichen Glaubens- und Lebenserfahrungen der heutigen Menschen in ihrer Religiosität, Spiritualität und Glaubenssuche“ sowie die „unterschiedlichen Bedürfnissen aller Lebensalter“[11] und sind thematisch geordnet.[12]

 

„Liedschatz“ – das Gotteslob als Gesangbuch

Wie schon der Gebetsteil beginnt auch der umfassendste Teil des Gotteslob, das „Liederbuch“, mit der Heiligen Schrift: mit den biblischen Gesängen, den Psalmen. Das Übersichtsblatt vor Nummer 30 listet 78 Psalmen in aufsteigender Reihenfolge auf, verweist als „Fundort“ für 19 davon jedoch auf die Kontexte des Tagzeitengebets und der Antwortpsalmen für die Messfeier. In diesen Abschnitten ergänzt der Österreich-Eigenteil zusätzliche zehn Psalmen (vgl. GL 978–980). Zu den Psalmen wurden viele neue Kehrverse aufgenommen, die zu einem erheblichen  Teil neu komponiert worden waren und manch zu spröde Modelle im bisherigen Gotteslob ersetzen sollten – was vor allem im Österreich-Eigenteil gelungen scheint – auch mit neuen Psalmodie-Modellen.[13]

Die weiteren Lieder und Gesänge – so zeigt die Übersicht vor GL 81 – sind nach zwei Ordnungsprinzipien zusammengestellt: einerseits nach dem Rhythmus der Zeit und andererseits nach dem „Leben“.

Die zeitliche Ordnung beginnt mit dem kleinsten wahrnehmbaren Rhythmus, dem Tag: Hier finden sich Gesänge zu Morgen (GL 81–86 u. 705f.) – Mittag (Tischgebet, GL 87–88 u. 707) – Abend (GL 89–102 u. 708). Der Sonntag strukturiert die Sieben-Tage-Woche. Weil von der Tradition her der Sonntag als Tag der Auferstehung der Tag für die Eucharistiefeier ist, wurden die Messgesänge (GL 103–216 u. 710–789) hier aufgenommen: zunächst die Ordinarien, vier Lateinische und vier Deutsche im Stammteil, sowie fünf Messreihen und ein Deutsches Ordinarium im Österreich-Eigenteil.[14] Hauptsächlich sind die Messgesänge jedoch abschnittweise den einzelnen Feierelementen entlang des Ablaufs zugeordnet (GL 140–216 u. 717–789): von Gesängen zur Eröffnung über Kyrie-(Litaneien), Gloria usw. bis zum Dank nach der Kommunion.[15]

Die Lieder und Gesänge für die Feste und Zeiten im Rhythmus des Jahres (GL 217–351 u. 790–847) folgen der traditionellen Ordnung: beginnend also mit Stücken zum Advent fortlaufend bis Pfingsten. Die Gesänge für die Ideenfeste wie etwa Fronleichnam, Herz-Jesu oder Christkönig sowie die Gesänge zum Heiligengedenken sind jedoch nicht nach dem Jahreslauf, sondern nach dem bereits angesprochenen zweiten Gliederungsprinzip „Leben“ eingeordnet – und zwar in drei großen „Kreisen“, die thematisch vom Universellen zum Spezifischen gehen: vom Leben in Gott über das Leben in der Welt hin zum Leben in der Kirche[16].

Der Abschnitt Leben in Gott (352–453 u. 848–921) beinhaltet Gesänge auf die Dreifaltigkeit und die einzelnen göttlichen Personen – wie etwa auch die Herz-Jesu-Lieder (z.B. 851f.) – sowie zu den Themen: Lob, Dank und Anbetung (379–413 u. 861–886); Vertrauen und Trost (414–435 u. 887–912); Bitte und Klage (436–441 u. 913–916); Glaube, Hoffnung, Liebe (442–446 u. 917); Wort Gottes (447–450, 918f.) und Segenslieder (451–453 u. 920f.).

Leben in der Welt berücksichtigt die Themen Sendung und Nachfolge (454–461 u. 922), Schöpfung (462–469) sowie Gerechtigkeit und Frieden (470–475). Gesänge zur Feier der Sakramente[17] und zur Heiligenverehrung gehören zum „innersten“ dritten „Kreis“, zum Leben in der Kirche (476–554 u. 923–973), der darüber hinaus auch das Thema Kirche/Ökumene berücksichtigt.

 

Der große zweite Abschnitt beinhaltet auch die Litaneien. Ihr Anteil im Gotteslob wurde erhöht: Bislang waren es neun, jetzt sind es fünfzehn Litaneien. Die Übersicht (vgl. vor GL 556) zeigt, dass neben den bisherigen Standardlitaneien[18], die teilweise textliche Anpassungen erfahren haben, auch weitere Themen berücksichtigt sind: etwa der Aspekt der Schöpfung mit dem Sonnengesang und einem Schöpfungslob; neu ist auch eine Litanei von der Anbetung Jesu Christi (GL 562) nach dem ostkirchlichen Hymnos Akatistos. Der Österreich-Eigenteil ergänzt in diesem Abschnitt die Litanei von den Heiligen und Seligen Österreichs (GL 974), die in erweiterter Form mit jeweils einem Attribut zur inhaltlichen Anreicherung gesungen oder gesprochen werden kann.

 

„Feierschatz“ – das Gotteslob als Rollenbuch der Gemeinde

Das Gotteslob 1975 war das erste länderübergreifende Gebet- und Gesangbuch in der Muttersprache, das auf die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils aufbaute. Die allgemeine Norm vorher war die Privatmesse, die der Priester Lateinisch las oder sang. Dafür benötigte er ein einziges Buch, das Messbuch: in ihm standen Orationen, sämtliche Texte von Proprium und Ordinarium und selbst die Lesungen. Darüber hinaus bedurfte es keiner weiteren liturgischen Dienste und Bücher. Die anwesenden Gläubigen waren für den rituellen Vollzug nicht notwendig; sie „wohnten andächtig bei“, indem sie im individuellen Gebet das Geschehen am Altar mitvollzogen: durch Rosenkranzgebet oder durch eine der Messandachten aus dem jeweiligen Gebetbuch. Parallel zum Tun des Priesters war auch das gemeinsame Singen von Messliedreihen und Zeitliedern, die ebenfalls eine Möglichkeit waren, sich mit dem Inhalt der Feier gedanklich zu verbinden.

Mit der Liturgiekonstitution schuf das Konzil gänzlich neue Voraussetzungen und setzte die Versammlung der Getauften wieder ein in „Recht und Amt“ (ius habet et officium) der unmittelbaren Anteilnahme an den liturgischen Vollzügen.[19] Die tätige Teilnahme der Versammlung, die Sacrosantum Concilium kehrversartig wiederholt, gehört zum Wesen der Liturgie, in der „jeder … in der Ausübung seiner Aufgabe nur das und all das tun [soll], was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den liturgischen Regeln zukommt“. Für die wieder entdeckten liturgischen Dienste wurden in der Folge die jeweiligen Rollenbücher geschaffen: das Messbuch für den Priester, das Lektionar für die Lektor/innen, das Evangeliar für den Diakon, das Kantorale bzw. das Graduale für die Kantor/innen usw.; und das „Gotteslob“ für die Versammlung als ganzer für den Vollzug der Akklamationen und der vorgesehenen Teile von ordinariums- und propriumsgemäßen Gesängen der Messe und aller anderen Feiern.[20]

 

Die fruchtbare tätige Teilnahme am Gottesdienst beschränkt sich aber nicht allein auf das gemeinsame Singen. Sie setzt ein gewisses Grundverstehen der Abläufe und einzelner Elemente voraus. Der dritte Hauptabschnitt des Gotteslob, „Gottesdienstliche Feiern“, wurde ganz aus dem Blickwinkel der Gemeinde und für deren Dienst im Feiern gestaltet: Auf der Grundlage der erneuerten liturgischen Bücher[21] werden die einzelnen Feierformen geistlich erschlossen[22] und in ihrem Aufbau dargestellt; Sprechtexte sind in der Regel nur insoweit aufgenommen, als sie von Mitfeiernden zu vollziehen sind.[23]

Die verschiedenen Feiern sind einem der fünf Unterabschnitte zugeordnet: der Feier der Sakramente, der Sakramentalien, der Tagzeitenliturgie, der Wort-Gottes-Feier, den Andachten.

 

Die Feier der Sakramente orientiert sich im Aufbau an der klassischen Reihenfolge: Den Beginn machen die eng zusammengehörigen Initiationssakramenten, Taufe (GL 571–576), Firmung (GL 577–579), Eucharistie (GL 580–592), gefolgt von Buße (GL 593–599), Krankensalbung und weiteren Feiern mit Kranken (GL 602), Weihe (GL 603) und Ehe (GL 604). Der Darstellung der jeweiligen Sakramente geht immer eine Einführung voraus. Hervorzuheben sind für die einzelnen Feiern spezifische Ergänzungen: etwa bei der Taufe ein Taufgedächtnis (GL 576)[24] und bei der Eucharistie die Verehrung der Eucharistie außerhalb der Messfeier (GL 592); die Feier der Buße – ausgeführt sind die Feier für Einzelne (GL 594) und die gemeinschaftliche Feier (GL 595) sowie weitere Wege der Umkehr und der Versöhnung (596) – ergänzen Hinweise für die (Erst-)Beichte von Kindern (GL 597) und Hilfen zur Gewissenserforschung für Kinder (GL 598), für Jugendliche und Erwachsene (GL 599).

Die Feier der Sakramentalien berücksichtigt die Beauftragung zu einem Dienst in der Kirche[25] (GL 606), Feiern aus dem Bereich des Lebens nach den Evangelischen Räten (GL 607) und Gottesdienste im Angesicht des Todes (GL 612): Sterbegebete, Totenwache, kirchliche Begräbnisfeier und Totengedenken in der Gemeinde.

 

Die Feiern im Rhythmus des Tages wollen Impulse setzen für eine Implementierung des Stundengebets als Gemeindefeier. Hier finden sich herkömmlichen Modelle für die Feier der Laudes (GL 614) und der Vesper im Lauf des Kirchenjahres (GL 633–644). Die klassischen monastisch geprägten Formen der Stundenliturgie gehören zum Gebetsschatz der Kirche, sind aber für viele Gottesdienstgemeinden eine Überforderung. Das neue Gotteslob enthält deshalb zusätzlich je ein Modell für das Morgenlob (GL 618)[26], eine Statio während des Tages (GL 626) und für das Abendlob (GL 659); die sind freier gestaltet und durch verschiedene Module den Bedürfnissen von Feiergemeinden leicht anzupassen. Das Prinzip der Module setzt sich auch hier im Österreich-Eigenteil fort: Mit weiteren Gestaltungselementen (GL 978–996)[27] sind vielfältige Kombinationsmöglichkeiten eröffnet.

 

Die Wort-Gottes-Feier etabliert sich nicht zuletzt infolge des Priestermangels in immer mehr Pfarrgemeinden als eigenständige Feier. Das Gotteslob führt in die Bedeutung der Feier (GL 668) ein und dokumentiert den Aufbau (GL 668–671) gemäß den Vorgaben der Bischöfe Österreichs und Deutschlands.[28] Die Feierstruktur entspricht übrigens dem Grundaufbau des Gotteslob: Ausgangspunkt ist die Verkündigung des Wortes Gottes (GL 669,5), alle weiteren rituellen Vollzüge sind Antwort der Gemeinde (GL 670) auf Gottes Heilzuwendung.[29]

 

Völlig neu konzipiert ist der Abschnitt der Andachten. Er bietet nunmehr verschiedene „Andachtsabschnitte“, mit denen Andachten „so zusammengestellt werden (können), wie es dem Anlass und der Feiergemeinde entspricht“ (vgl. 672,3). Der Grundaufbau entspricht auch der Gliederung im Buch (vgl. Inhaltsübersicht vor GL 672).

Eröffnung und Abschluss bleiben bei allen Andachten gleich, differenziert danach, ob die Andacht vor dem ausgesetzten Allerheiligsten gefeiert wird (GL 684 bzw. 682) oder nicht (vgl. GL 673 bzw. 681). Dazwischen können modulhaft 32 Andachtsabschnitte[30] (675,1 – 680,9) kombiniert werden. Vorschläge zu 19 Themenbereichen sind in der Übersicht (S. 873–876) angeführt. Außerhalb dieses Modulsystems gibt es eine Kreuzwegandacht (GL 683–684)[31] sowie im Österreich-Eigenteil je eine Andacht zur Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu (GL 997) und zu Ehren des Hl. Martin (GL 998). Darüber hinaus bietet GL 999 unter diesem Abschnitt Anregungen für Prozessionen an Bitt-Tagen.

 

„Glaubensschatz“ – Das „Gotteslob“ als katechetisches Buch

Die verantwortlichen Bischöfe entschieden, das Gotteslob solle „die Grundtexte christlichen Glaubens enthalten und zentrale Glaubensinhalte erschließen“ sowie „Impulse für ein Leben und Handeln aus dem Glauben bieten“[32]. Dem versuchen die mehrfach angesprochenen geistlichen Erschließungen der Feiern und der Feierelemente gerecht zu werden. Ebenso die Impulse zum Glauben leben im ersten Hauptabschnitt des Buches (vgl. GL 29): Hier werden in zeitgemäßer Sprache zentrale Inhalte des christlichen Glaubens vorgestellt wie etwa das Hauptgebot der Liebe, die Seligpreisungen, die Werke der Barmherzigkeit oder die Zehn Gebote. Einen systematischen Zugang dafür eröffnet ein Schlagwortregister am Beginn des Buches unter der Überschrift „Was bedeutet …?“.

 

Schluss

Es wird noch eine Weile dauern, bis einzelne Nummern des „neuen“ Gotteslob für uns ebenso selbstverständlich und vertraut sind wie beim Vorgängerbuch. Kann sein, dass man so manche Entscheidungen über die Einordnung eines bestimmten Liedes nicht teilt und für einzelne Stücke subjektiv einen „besseren“ Ort im der Buch wüsste. Entscheidend aber ist: Wer die zugrunde liegende Systematik verstanden hat, wird viele der reichhaltigen Schätze finden. Manche Irrwege und Umwege auf der Suche nach einem bestimmten „Juwel“ sind jedenfalls Chancen, auch Ungeahntes zu entdecken.

 

Christoph Freilinger

 



[1]     Alle Nummernangaben in diesem Beitrag beziehen sich auf die Österreichausgabe des Gotteslob.

[2]     Vgl. zum Zitat des Würzburger Bischofs und Leiters der zuständigen Kommission für das Gotteslob etwa http://www.pfarrbriefservice.de/materialien/pb-beilage/Pb-Beilage_NeuesGotteslob_RZ.pdf (26.4.2014). Vgl. auch: „Das neue Gotteslob und die Liturgie in unserem Bistum“. Hirtenwort  von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann vom 24. November 2013: „Mit dem kommenden Sonntag kann nun endlich der reichhaltige Schatz des neuen Gotteslob gehoben werden. Ich wünsche mir sehr, dass dies vielfältig gelingt und die vielen Impulse des Buches nicht nur den Gottesdienst, sondern den Glauben in unseren Gemeinden insgesamt neu beleben“ (http://downloads.kirchenserver.net/28/2727/1/77773567584317962652.pdf, abgerufen: 26.4.2014).

[3]     Vgl. Gotteslob 2013, 1249–1280. Ausführlichere Register darüber hinaus werden laufend ergänzt – vgl. etwa: Konkordanz der Ausgaben des Gotteslob mit diözesanen Eigenteilen und Ergänzungsheften in Österreich 1975-2013. Hg. v. der Liturgischen Kommission f. Österr., und der Österr. Kirchenmusikkommission. Salzburg 2013; Themenschlüssel zum Gotteslob. Erstellt im Kirchenmusikreferat der Erzdiözese Salzburg von P. Jakob Förg MSC und Armin Kircher. Eigenverlag Salzburg 2014; vgl. auch „Register zum Gotteslob“, unter: http://gotteslob.eu.dedi266.your-server.de/wp/register-zum-gotteslob-uebersicht/ (26.4.2014) – in dieses Register kann eingestiegen werden über Liedanfänge (A-Z), Gotteslobnummern, Personen (A-Z), Worterklärungen (A-Z), Quellen, Strophenschemata, Versmaße, Schnellsuche. Der große Themenschlüssel (vgl. X. Moll) für den Stammteil ist vom Datensatz weitgehend fertig (vgl. persönliche Mitteilung von Albert Josef Urban, Deutsches Liturgisches Institut, vom 21.3.2014); Ergänzungen dazu für die einzelnen Regional- und Diözesanteile sollen folgen.

[4]     Die Beigabe von Registern entspricht den Grundlinien für die Erarbeitung des gemeinsamen Gebet- und Gesangbuches der Unterkommission „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“, vgl. „Formale Kriterien“ unter: http://www.gotteslob.at/gotteslob/material/article/104969.html (26.4.2014): „(4) Dem GGB sollen zur Erschließung ausführliche Register angefügt werden.“

[5]     Das Erstellen von Regionalausgaben war auch eine Anregung der Grundlinien für die Erarbeitung des gemeinsamen Gebet- und Gesangbuches der Unterkommission „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“, vgl. „Formale Kriterien“ unter: http://www.gotteslob.at/gotteslob/material/article/104969.html (26.4.2014): „(1) Das GGB soll neben einem ‚Stammteil’ einen ‚Eigenteil der Diözesen’ erhalten. Gemeinsame Eigenteile mehrerer Diözesen sind zu fördern.“ Zur Erstellung des Österreich-Eigenteils vgl. Praßl, Franz Karl, Zum Lobe seiner Herrlichkeit. Das neue Gebet- und Gesangbuch Gotteslob ist im Druck, in: Singende Kirche 60. 2013, 12–16, hier 15f.

[6]     Ein Wort zuvor ... [der (Erz-)Bischöfe Österreichs], in: Gotteslob, Seite 7.

[7]     Nicht belegt sind demnach die Nummern 685–699; sie wurden offenbar frei gehalten für künftige Ergänzungen, die sich bei späteren Ausgaben als notwendig erweisen könnten.

[8]     Vgl. zum Grundkonzept dieses ersten Teiles Kriterien. Formale Kriterien, in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5): „Inhaltliche Ansprüche 1.c: Das GGB soll als Hausbuch Christen in ihren persönlichen Lebenssituationen Anregungen und Impulse für ein Leben und Handeln aus dem Glauben bieten.“

[9]     Vgl. Meßner, Herbert, Eine Schule des Betens. Zum Gebetsteil im künftigen „Gotteslob“, in: gd 47. 2013, 49–51, hier 49: „Nicht durch eine bloße Sammlung von Gebeten, sondern durch ausgewählte Beispiele können die verschiedenen Formen des Gebetes erschlossen werden.“ Vgl. zur Anlage des Gebetsteils insgesamt auch Meßner, Herbert, Eine Schule des Betens. Zum Gebetsteil im neuen „Gotteslob“, in: praxis-Gottesdienst 4/2013, 4–5.

[10]    Vgl. dazu unten im letzten Abschnitt des Beitrags „Glaubensschatz“.

[11]    Kriterien. Formale Kriterien, Grundsatz b), in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5).

[12]    Vgl. etwa den Abschnitt „Im Haus Gottes“: Kurze Gebete helfen, den Kirchenraum als Raum der Gegenwart Gottes zu erfahren. Der Abschnitt „Vor Gottes Angesicht“ (GL 8–9 und 700) vereint Gebete zum Dreifaltigen Gott und zu den einzelnen göttlichen Personen. Als besondere Gebetsinhalte kommen Vertrauen, Lobpreis, Klage, Bitte, Dank, Hingabe und Umkehr zur Sprache. Unter „Vor Gottes Angesicht“ finden sich u.a. Gebete zur Kommunion (vgl. GL 8), die man eventuell im Zusammenhang mit der Feier der Heiligen Messe suchen würde. GL 10 stellt die Betenden in die Gemeinschaft  mit Maria, den Engeln und Heiligen; der Österreich-Eigenteil ergänzt unter dieser Rubrik das Hemma-Gebet von Papst Johannes Paul II. (vgl. GL 701,2). Die weiteren Untergliederungen bieten Gebete für den Tagesablauf (Morgen-, Tisch- und Abendgebete) und Segensbitten (GL 702 ergänzt diese Rubrik mit einem zusätzlichen „Gebet von Eltern, wenn ihr Kind auf Reisen ist“); Gebete für die verschiedenen Lebensalter mit ihren jeweiligen Herausforderungen; dem Beten aus Solidarität mit unserer Welt und Gesellschaft sind die Nummern 19 und 20  sowie 704 gewidmet: Friede, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung finden hier ebenso Ausdruck wie der Dialog der Religionen, die Einheit der Kirche oder die Sorge um geistliche Berufungen. Die Wallfahrt als neu belebte Ausdrucksform (Nr. 22) schließt das „Gebetbuch“ im Stammteil ab.

[13]    Vgl. Praßl, Franz Karl, Gotteslob ante portas, in: Wie heute Gott feiern? Liturgie im 21. Jahrhundert (Herder Korrespondenz Spezial, April 2013), 20–25, hier 23f. Vgl. ausführlicher ders., Zum Lobe Seiner Herrlichkeit [4]. Psalmen, Tagzeitenliturgie und Litaneien im neuen Gotteslob, in: Singende Kirche 60. 2013, 156–160.

[14]    Zur Auswahl vgl. Praßl, Franz Karl, Zum Lobe Seiner Herrlichkeit [2]. Liturgische Gesänge im neuen Gotteslob, in: Singende Kirche 60. 2013, 62–66, hier: 62–64.

[15]      Die Auflösung der in Österreich sehr beliebten Messliedreihen im Gotteslob 1975 (Erste – Sechste Reihe, Nrr. 462–515) stößt gerade bei Organistinnen und Organisten auf Kritik, weil damit das vermehrte Aufschalten der Liednummern neben dem Aufschlagen des Orgelbuches zusätzlichen Aufwand bedeutet. Dem Vernehmen nach standen hinter der Entscheidung neben musikalischen Gründen – (die Messliedreihen waren ja nicht aus einem Guss und erstmals für das Gotteslob 1975 kombiniert worden) – auch quasi „pädagogische“: Auf diese Weise sollen die für die musikalische Gottesdienstgestaltung Verantwortlichen das ganze Spektrum an Möglichkeiten entdecken, die anders kaum in den Blick kämen.

[16]    Vgl. dazu die folgenden Absätze. Die angesprochenen Fronleichnamslieder finden sich unter Gesängen zur Eucharistieverehrung (492–498 u. 931–942).

[17]    Die Ordnung richtet sich nach der klassischen Reihenfolge der sieben Sakramente: die Initiationssakramente in der Abfolge Taufe – Firmung – Eucharistie, Versöhnung, Eheleben. Für die Ordinationsliturgie und die Krankensalbung sind keine spezifischen Stücke vorhanden. Berücksichtigt sind hier jedoch Gesänge zu Tod und Vollendung (500–518, 943–945). Vgl. zur Feier der Sakramente auch unten xxx.

[18]    Vgl. neben anderen vor allem: Allerheiligen-Litanei (GL 556), Litanei von der Gegenwart Gottes (GL 557), Lauretanische Litanei (GL 566), Grüssauer Marienrufe (GL 568).

[19]    Vgl. Sacrosanctum Concilium 14.

[20]    Vgl. Inhaltliche Ansprüche, in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5): „Das GGB ist ‚Gottesdienstbuch‘ der Gemeinde für die Feier der Eucharistie und alle anderen Gottesdienstformen.“

[21]    Vgl. Formale Kriterien, in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5): „(2) Dem GGB sind die revidierten Fassungen der liturgischen Bücher und der Bibelübersetzung zugrunde zulegen.“

[22]    Vgl. Inhaltliche Ansprüche, in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5): „(3) Das GGB soll liturgische Feiern, Elemente und Zeiten in geeigneter Weise erschließen.“

[23]    Ausnahmen gibt es etwa bei der Messfeier: Hier ist neben exemplarisch ausgewählten Orationen auch das Zweite Eucharistische Hochgebet abgedruckt „in einer deutschen Übersetzung ..., die zur Orientierung bei der Mitfeier der Heiligen Messe dient. Für die Feier selbst ist das aktuell gültige Messbuch maßgeblich“ (GL 588,1).

[24]    Als Anlässe dafür sind angegeben: im Rahmen der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, an den Sonntagen der Osterzeit, an Sonn- und Feiertagen mit einem besonderen Bezug zur Taufe (z.B. Taufe des Herrn), an den Tagen der Pfingstnovene. Ein weiteres Taufgedächtnis findet sich im Österreich-Eigenteil als Ergänzungselement in der Feier der Tagzeiten (vgl. GL 993).

[25]    Gedacht ist hier an Laiendienste für Gottesdienst, Unterricht und Verkündigung sowie in Diakonie und Seelsorge. Die Übertragung eines Dienstes innerhalb der Liturgie macht deutlich, dass die Übertragung ein Handlungsvollzug der Kirche ist, die sich in dichtester Weise eben in der liturgischen Versammlung vor Ort ereignet. Das stellt den Dienst in eine deutlichere Verbindung mit dem Heilswirken Gottes.

[26]    Für Laudes und Morgenlob bieten die Nummern 620–625 Elemente für die Gestaltung des Morgengebets im Lauf des Kirchenjahres.

[27]    Etwa: alternative Modelle für die Psalmodie; zusätzliche Kehrverse; 3 Magnificat-Modelle; das Modell eines Luzernars; ein zusätzliches Taufgedächtnis, Modelle für Lobpreisgebete und Weihrauchritus; ein Modell für ein Mittagsgebet.

[28]    Vgl. Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Festtage. Hg. v. den Liturgischen Instituten Deutschlands und Österreichs im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz und des Erzbischofs von Luxemburg. Trier 2004.

[29]    Ausgeführt sind zur Auswahl: Verehrung des Wortes Gottes, Glaubensbekenntnis, [Predigt-]Lied, Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte, Wechselgebet, Segnungen, Friedenszeichen, Lobpreis; fixe Bestandteile sind Fürbitten und Vaterunser. Nicht vorgesehen ist eine Kommunionfeier, die im Gotteslob – theologisch konsequent – nur im Rahmen der Messfeier (vgl. GL 589f.) und im Zusammenhang der Krankenkommunion (GL 602,6) thematisiert wird.

[30]    Alle Andachtsabschnitte gehen von einem biblischen Impuls aus; für Betrachtung und Gebet enthalten die Vorschläge Wechselgebete, Litaneien, kurze Betrachtungsgebete und Liedvorschläge; wesentlich ist auch das Element der Stille.

[31]    Die störende Aufteilung der Kreuzwegandacht auf zwei Nummern ist zurückzuführen auf die Forderung aus Pfarrgemeinden, deren Liedanzeiger nur einstellige Strophenzahlen ermöglichen: Da der Kreuzweg 14 Stationen hat, musste von der neunten zur zehnten Station auf 683,9 die Nummer 684,1 folgen.

[32]    Vgl. Inhaltliche Ansprüche, in: Grundlinien für die Erarbeitung (s. Anm. 5).

Entstehung und Hintergründe des "Gotteslob"

Ein Video

Ein Wort zuvor...

Wortlaut des Vorworts der österreichischen Bischöfe zum neuen Gotteslob

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Lieder und Gesänge im "Gotteslob"

Im neuen "Gotteslob" finden sich rund 650 Gesänge, Kehrverse, Kanons und (Antwort-)Rufe sowie 457 Lieder.

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"Wunschlieder"

Zum Erstellen der Auswahl der Lieder im neuen "Gotteslob" wurde erhoben, welche Lieder im bisherigen "Gotteslob"  am meisten vermisst wurden - alte und neue.

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Grundsätze, Ansprüche, Kriterien

Offizielle Grundlinien für die Erarbeitung des Gemeinsamen Gebet- und Gesangbuches.

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Veränderte Sprache

Gesellschaftliche Entwicklungen verändern das Lebensgefühl: Das hat Auswirkungen auch auf Spiritualität und Frömmigkeit in einer Gesellschaft und auf die Rede von Gott.

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Verändertes religiöses Wissen

Wie mache ich das Kreuzzeichen richtig? Wie geht das Rosenkranz-Gebet? - "Basics" des christlichen Glaubens können heute nicht mehr vorausgesetzt werden.

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Österreichisches Liturgisches Institut
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